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Sound & Media 7/04 Austria On Ear Unter diesem Motto steht der österreichische Gemeinschaftsstand auf der POPKOMM in Berlin. Dabei wird dem Messebesucher die einzigartige Möglichkeit geboten via Funkkopfhörer (Sponsor AKG) zwischen österreichischer Musik, dargeboten von DJ´s und Videoclips von österreichischen Künstlern, hin und her zu switchen. Das Konzept wurde vom audiovisuellen Medienkünstler Oliver Hangl erarbeitet und in Wien bereits mehrmals mit österreichischen Künstlern (zB. garish, Waxolutionists & I-Wolf) durchgeführt. Das Standdesign dessen Kernstück eine DJ Kanzel ist, wird von Peter Fattinger (Assistent am Institut für Wohnbau / TU Wien) gestaltet und lehnt sich an die bereits im Jahr 2001 bei der Popkomm eingesetzte mobile, spacey wirkende Würstelbude [keks] an. Die Musikvideos werden vom österreichischen Musiksender gotv zusammengestellt. Wieder einmal eine gelungene Kooperation von Einzelaktivisten mit finanzieller Förderung von AKM, IFPI Austria, dem Fachverband für Audiovisions- und Filmindustrie der Wirtschaftskammer und der ÖSTIG. Unter dem Titel „Austria In Ear“ könnten auch die neuesten Aktionen in Sachen österreichischer Musik und im speziellen Popmusik zu zählen sein. Da war einmal die „Scherasade“, dem größten Kinder-Charity-Festival das vor wenigen Tagen zu Ende ging. Im Wiener Prater traten fast 100 österreichische KünstlerInnen und Bands kostenlos und ohne Spesenersatz zugunsten der Gesellschaft der österreichischen Kinderdörfer auf. So eine Dichte an guter und publikumswirksamer Musik ist selten zu finden und man kann nur hoffen, dass der „Fünfjahresplan“ des Veranstalters sich bei den Praterbetrieben durchsetzt, dann ist neben dem Wiener Stadtfest und dem Donauinselfest, ein drittes mehrtägiges Musikfest in Wien etabliert worden. Zum Motto „Austria In Ear“ gehört aber auch die Aktion „Soundcheck“, wo das Hitradio Ö3 „mit der Suche nach der besten Band Österreichs, der zukünftigen Mania Band 2005.“ bereits begonnen hat. Hier soll in mehreren Wellen, mittels Fachjury und Publikumsvoting, die Spreu vom Weizen getrennt werden und übrigbleiben soll „die beste Band des Landes". Noch hehrere Ziele hat da die „Austropopshow“ des ORF, wo in vier Sendungen im November & Dezember gleich die „inoffizielle Hymne des Landes“ gewählt wird. Aus 120 Titeln kann gewählt werden und auch hier kommt es auf ein Aufeinaderprallen von Fachjury und Publikumsvoting, das über Sieg und Niederlage entscheidet. Auch das Förderprogramm der AKM / GFÖM das „projekt pop!“ kürt in den nächsten Tagen seinen Sieger oder seine Siegerin. Dabei wird aber nur auf eine kleine, feine Fachjury zurückgegriffen, die aber bereits seit dem Jahr 2000 erfolgreich tätig ist, um neue Stars zu finden. Ganz „Austria On Ear“ dafür ist wieder das Projekt „Musiktankstelle“, wo erstmals Geld des Wiener Fördertopfs „departure“ eingesetzt wurde, um Musik mittels neuer Medien schneller und einfacher dem aufgeweckten Publikum näher gebracht werden soll. Egal ob „On Ear“ oder „In Ear“, den Nutzen, den die österreichische Musikszene aus diesen Aktionen hat, ist gar nicht messbar, denn alleine die Tatsache, dass man österreichische KünstlerInnen positiv einschätzt, kann meiner Ansicht schon Berge versetzen. Mario Rossori ist Musikmanager |