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Sound & Media 3/02 "Creatives Industries"
Zwei Dinge
beschäftigen mich neben kleineren und größeren Erfolgen mit meinem "Hobby"
Pate Records besonders: die Förderrichtlinien zum "Creativ Industries"
Vorhaben des WWFF´s (Wiener Wirtschaftsförderungsfonds) und der Startschuss
zur dritten Auflage des AMADEUS - Austrian Music Awards. Ersteres soll im
kreativen Bereich der Wiener Musikwirtschaft Impulse setzten und Ideen, die
vielleicht derzeit nur im Kopf so manch eines klugen Geistes herumspuken,
mit Hilfe dieses Fonds endlich verwirklicht werden. Bis zu 40% des
Gesamtbudgets eines Projekts können damit gefördert werden und das, bis zu
einer Maximalsumme von 1 Million Euro (!). Untergrenzen, wie sie aus anderen
Fonds bekann sind, wird es hier nicht geben, was auch Klein- und
Kleinstprojekte damit nicht ausschließt. Speziell Klein- und Mittelbetriebe,
die vielleicht noch dazu gemeinsam ein Projekt einreichen, werden
wohlwollend mit "Bonuspunkten" ausgestattet. Grundvorraussetzung ist aber
der Firmensitz Wien und das die Idee erst am Papier stehen darf und nicht
schon existiert oder begonnen wurde. Eine unabhängige Jury, die noch nicht
feststeht, wird dann darüber entscheiden welche Projekte realisiert werden
können. Voraussichtlicher Start der Aktion "Creativ Industries in Music" ist
der Herbst 2002, falls die EU nicht ein Veto einlegt, was voraussichtlich
nicht passieren wird, da ein gleichartiges Modell in Schweden bereits schon
seit ca. zwei Jahren existiert. Und nun zu meinem derzeitigen zweiten
Betätigungsfeld. In der ewigen Bestenliste der österreichischen Musikpreise
wird der AMADEUS – Austrian Music Award am 8.Mai 2002 den ersten Platz
einnehmen, denn kein anderer „Musikpreisversuch“ hat je drei Auflagen
hintereinander erlebt (!). Dies war aber nur durch eine wirklich
geschlossene Front der österreichischen Musikwirtschaft - ifpi, des ORF's
und der ORF Enterprise möglich. Durch den neuen Sponsor T-Online, der auch
für den Webauftritt (www.amadeus.t-online.at) verantwortlich ist, wurden die
besten Vorraussetzungen geschaffen, auch in den kommenden Jahren immer
wieder zu hören "The winner is ...". Die bewährten Kooperationen mit FM4
und den Deejay Top 4ty werden auch heuer beibehalten, nur die Straffung der
Kategorien und die verstärkte Konzentration auf nationale Künstler sind
etwas neu. Fachjuryaward, wie u.a. für das Lebenswerk werden auch heuer
vergeben. Der AMADEUS ist ebenso, wie die Aktion des WWFF´s eine weitere
Keimzelle für die österreichische Musikwirtschaft, denn ohne jegliches Ziel
ist jedes Arbeiten von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Bei einem ist es
die Auszeichnung mit der Trophäe, beim anderen, die Ausbezahlung der
Fördermittel. Für jeden Künstler oder solche die es werden wollen ist es der
erste Auftritt oder der erste Plattenvertrag. Hier soll der „T-Online Talent
Award“ die Brücke bilden. Weiteres bald hier in dieser Kolumne.
Mario
Rossori ist Musikmanager |