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Sound & Media 01/06 Was
ist denn eigentlich der Unterschied zwischen Freunden und
Freunderlwirtschaft? Manche meinen: eigentlich keiner, andere wiederum
halten die beiden Begriffe streng getrennt. Vielleicht liegt aber die
Wahrheit auch in der goldenen Mitte. Gerade in letzter Zeit habe ich am
eigenen Leib wieder mal erleben dürfen, was der wirkliche GROSSE
Unterschied ist. Freunde halten zu einem, auch wenn einem das Wasser bis zum
Hals steht, helfen soweit es ihre Möglichkeiten und Kompetenzen zulassen
oder fighten für die Sache, weil sie genauso daran glauben, wie man selbst.
Freunderlwirtschaft, klingt schon so halbseiden, ist es auch! Es werden
Luftschlösser auf „Freunden“ aufgebaut, ohne dass die betreffenden
Personen eigentlich wirklich gekannt werden, Banden geknüpft, wo gar keine
existieren oder sogar Budgets in Aussicht gestellt, die gar nicht einmal in
Griffweite sind. Alles unter dem Deckmantel der Freundschaft aka
Freuderlwirtschaft. Wie gesagt, dass eine hält wie ein Stahlseil alles aus,
dass andere zerplatz wie eine Seifenblase. Alles sehr philosophisch, aber
durchaus bekannt, wird die Eine oder der Andere von Ihnen meinen. Und ich
habe wieder mal was gelernt und kann es meinen SchülerInnen im Universitätslehrgang
für „Eventkommunikation“ an der Musikuniversität gleich als weitere
Erkenntnis weitergeben. Viele Freunde werde ich auch auf der MIDEM 2006 in
Cannes treffen. Denn dort gibt es wieder die üblichen, aber neu
gestalteten, Gemeinschaftsstände Österreichs mit einem Höchstwert von 47
teilnehmenden Firmen und Organisationen. Neben den Hauptsponsoren der AWO
und der AKM/GFÖM, wird diese Exportaktivität von der IFPI, des Fachverband
der Audiovisons- und Filmindustrie und der ÖSTIG finanziell unterstützt.
Als weitere Förderer der Messestände sind noch Vivo Zeitschriftenverlag /
Music Manual, ÖMR und GOTV zu nennen. Anlässlich des Mozartjahres, der österreichischen
Ratspräsidentschaft der EU im ersten Halbjahr 2006 und der 40
Jahrfeierlichkeiten der MIDEM im Jahr 2006 wird erstmals am 23. Jänner in
Cannes eine multimediale „Mozart Music Cloud“ inszeniert. Die Idee dazu
entstand gemeinsam mit Vertretern der Musikindustrie und Staatssekretär
Franz Morak im Rahmen der MIDEM vor zwei Jahren. Vor dem Noga Hilton Hotel
wird in einer 20minütigen Show mit einem Speziallaser, pyrotechnischen
Effekten am Strand und zu Wasser und mit einem abschließendem Feuerwerk,
die Musik von Mozart multimedial umsetzt. Das musikalische Spektrum der
aufgeführten Mozartwerke reicht von der Zauberflöte, zur Symphonie Nr.25
bis zum Requiem. Aber auch Neuinterpretationen, wie von Sweet Susie (Dub
Club) & Manni Montana oder Novelle Cuisine (beide Quinton) sind mit
dabei und Falco´s „Rock Me Amadeus“ darf natürlich auch nicht fehlen.
Unterstützt wird die „Mozart Music Cloud“ durch das Bundeskanzleramt,
der WKÖ / AWO go international, der IFPI Austria und dem Fachverband für
Audiovision- und Filmindustrie. Österreich setzt mit diesem Geschenk an die
MIDEM ein internationales Zeichen mit dem größten „Popstar“ Österreichs
– MOZART und zeigt dabei auch deutlich auf, dass die Vergangenheit auch
wiederum die Zukunft der österreichischen Musikszene sein kann. Mario
Rossori ist Musikmanager |